Freitag, 20. März 2015

Südmarokko - Merzouga



Südmarokko – Merzouga – Wir verbringen unsere Ferien an der Sonne in dieser netten Oase. Der Ausflug zur höchsten Düne ist ein Muss. Wir starten direkt zu Fuss von unserer Auberge Les Pyramides. Ein kleiner Kraftakt doch die Aussicht belohnt uns fürstlich.

Merzouge selbst gibt nicht viel her, es ist eher ein verschlafenes Dorf. Andererseits können wir hier alles für den täglichen Bedarf einkaufen. Sogar eine Post gibt es seit kurzem! Wenn man in einem Café am Dorfplatz sitzt wähnt man sich in einem Italo-Western und erwartet jeden Moment Clint Eastwood oder Charles Bronson mit ein paar Revolverhelden. Der Gemüsehändler und der Metzger haben sich an uns bereits gewöhnt, wir werden wie alte Freunde behandelt. Sogar das Haarschneiden und die Rasur ging für Robert gefahrlos über die Bühne. 

Von unserer Bleibe aus sehen wir jeden Tag von unserem Tisch aus die höchste Düne des Erg Chebbi. Wir haben tagsüber konstant 25 Grad und in der Nacht ist es angenehm kühl. Manchmal bläst ein angenehm trockener Wind. Ali, der freundliche Besitzer der Ausberge, lädt uns fast jeden Tag auf seiner Veranda zu Berber-Whiskey ein. Es geht uns gut!





...der grosse Aufstieg zur grössten Düne beginnt...

...es wird steiler...

...bald oben...

...und geschafft...

...sie kann wieder lachen...





herrliche Aussicht





Merzouga

Dorfplatz Merzouga

Dorfplatz Merzouga

Dorfplatz Merzouga

unser Gemüsehändler

getroffen: bärtiger Berber mit Geschäftsauto



unsere Auberge Les Pyramides


Ferien direkt an der höchsten Düne
Mondaufgang um 18'20

Sonntag, 15. März 2015

Südmarokko - Erg Chebbi




Südmarokko – Erg Chebbi – Der beste Ausgangspunkt für Exkursionen in das grösste Dünengebiet Marokkos ist die kleine Wüstenoase Merzouga. Das 3'000 Einwohner zählende Dorf liegt südwestlich direkt am Rande des Erg Chebbi. Im Abendlicht schimmern die grossen Dünen malerisch und erschreckend schön. Das Erg Chebbi Gebiet ist für uns eines der schönsten in ganz Marokko. Wir wählen wieder die Auberge Les Pyramides welche direkt an den grössten Dünenhügeln liegt. Dieser Ort hat für Robert auch eine emotionelle Bedeutung. Hier hat ihm vor 3 Jahren der 74-jährige Italiener Angelo das Tiefsand- und Dünenfahren beigebracht.

Das Dorf versorgt uns mit frischem Gemüse, Obst, Hühnchen und Wasser. Wein holen wir vom benachbarten Hotel, es ist ein Grande Réserve Guerrouane aus dem Hause Domaine Rimal. Er wird in Meknès produziert und gilt als bester Wüstenwein Marokkos. Ein wirklich toller Wein!

Wir erholen uns von den über 2‘000 Kilometer Fahren durch die Sahara vom Atlantik her. Mehrheitlich war dies durch die Ebenen und Valleys des grossen Flusses Oued Dräa und später durch die unberührten Landschaften des Mdaouer Srhir und des Hassi Remilia. Neben den Dünen des Erg Cheggaga und des Erg Chebbi sind auch diejenigen des Erg el M'hazil erwähnenswert. Auch die an einem Berghang gelegene Oase Mel'Als mit ihren bewirtschafteten Feldern beeindruckt. Hier sind wir kilometerweit durch die noch grünen Weizenfelder gefahren. Die Feldarbeit wird hier noch von Hand ausgeführt! 

Wir haben fast vier Wochen in der Wüste verbracht und seit 3 Wochen sind wir auch wieder mit Susanne und Karl zusammen. Wir haben die bush-camps und die Lagerfeuer mit ihnen in diesen abgelegenen und herrlich schönen Regionen sehr genossen.

Als letzten gemeinsamen Trip umfahren wir das Dünengebiet des Erg Chebbi auf der dünennahen Piste. Wir fahren am Lake Flamingo vorbei und erreichen im Norden einen frisch gebildeten See um die Auberge Yasmina. Wir campen einige Male wild in diesen herrlichen Landschaften im Osten des Erg Chebbi. Im Westen erheben sich die Dünen und im Osten sehen wir die algerischen Berg- und Felswände. Die Grenze von Algerien ist 8 Kilometer entfernt und man muss hier bereits mit militärischen Kontrollen der Algerier rechnen.

Die Landschaft zeigt sich von der besten Seite. Im Morgen- und Abendlicht der Sonne ergeben sich eindrückliche Schattenspiele um die rotgelb leuchtenden Dünen. Um die Mittagszeit ist es trotz der frühen Jahreszeit sehr heiss. In der Ebene zwischen den marokkanischen Dünen und den algerischen Felswänden ist zurzeit ein grüner Streifen der sich durch die heftigen Niederschläge im vergangenen Dezember gebildet hat. Der Fluss Merdani ist noch nicht ganz ausgetrocknet und somit ist für das Befahren des Flussbettes noch Vorsicht geboten. Wir besuchen die Ghost City, ein heute verlassener Ort im Südosten der Dünen. Über das fast ausgetrocknete Flussbett erreichen wir wieder Merzouga.

Susanne und Karl möchten nun an den Atlantik fahren und wir entscheiden uns noch im Erg Chebbi Gebiet zu bleiben.



ganz links Lake Flamingo - rechts eines unserer Nachtlager in den Dünen


frisch gebildeter See im Norden von Erg Chebbi








Nachtlager im Norden vom Erg Chebbi






der Gebirgszug hinten ist die algerische Grenze






Berber Behausung im Osten des Erg Chebbi




die Steilwand hinten repräsentiert die algerische Grenze




höchste Düne vom Osten her gesehen











Ghost City - ein Teil davon


















...dahinter war eines unserer wilden camps...
...und was haben wir dort als Schweizer gemacht?

Natürlich Fondue mit Brot und Kartoffeln!
Das war ein Ambiente und eine Kulisse!