Donnerstag, 23. Juli 2026

Frankreich - Loire Tal V

 

Die Kathedrale von Bourges Saint Etienne

Die Reise nach Bourges ist angesagt. Diese Stadt liegt ziemlich in der Mitte von Frankreich. Über kleinste Landstrassen, unzähligen Kreiseln, 30-iger Zonen und vielen Schwellen erreichen wir diese mittelalterliche Kathedralstadt. Mehrheitlich folgen wir dem Fluss Cher weiter, ein Landwirtschaftsbetrieb reiht sich an den anderen. Endlose Weizenfelder lösen sich ab und inmitten von diesen stehen oft Dutzende Windräder. Schon von weitem sieht man die Kathedrale von Bourges. Saint Etienne, ein Monument von gotischem Sakralbau. Die französische Schriftstellerin Marie d'Agoult: "Sie ist das perfekteste gotische Bauwerk, das ich kenne. Beim Betreten wurde ich von Ehrfurcht erfasst und einem Gefühl der Unendlichkeit ergriffen." - Wir können ihr nur zustimmen! Wir haben viele Kathedralen in Europa besucht, aber diese ist eine Klasse für sich.
Sie wird umsäumt von mittelalterlichen Fachwerkhäusern (Altstadt) und grünen, sehr weitläufigen Erholungsgebieten. Bourges wird 2028 Kulturhauptstadt von Europa und die Vorbereitungsarbeiten dazu sind im vollem Gange. Um Bourges herum, plus/minus 150 Kilometer, befindet sich auch die Getreidekammer von Frankreich mit vielen althistorischen Getreidemühlen verschiedenster Bauarten. Getreidefelder, welche Dutzende Quadratkilometer gross sind, prägen die Landschaft.

Wir sind auf der Heimreise und besuchen auf diesem Weg nochmals Dijon (Senf einkaufen) und Besanceau.
Nun sind wir wieder Zuhause und erfreuen uns am schönen Wetter und dem blühenden Garten.

innerer Teil von Besanceau

Flohmarkt in Besanceau






Verdammnis
Die schlechten Menschen kommen in den Kessel!


Hauptportal


Jesus und Maria Magdalene. Ein unbekannter Maler hat hier das Gesicht von Simonetta Vespucci 1453 bis 1473 (wie sie der berühmte Maler Sandro Botticelli gemalt hat) eingearbeitet. Simonetta Vespucci galt in der Renaissance als schönste Frau von Florenz und Italien, vielleicht sogar der ganzen damaligen Welt. Das Gemälde war hinten in einer unscheinbaren Ecke.
Wir haben den Bibliothekar darauf angesprochen und er hat in dicken Dossiers nachgeschaut. Dann hat er genickt, mich sehr merkwürdig und nachdenklich angeschaut. Er ist nachdem zweimal mit mir zu dieser unscheinbaren Ecke gelaufen. Es war völlig neu für ihn. 


französische Mode


Von aussen ein Schuppen, innen ein sehr edles Restaurant und DIE Pizzeria von Dijon, die Pizza Regina avec burrata truffes war ein kleiner Traum!




Fahrt durch die endlosen Weizenfelder um Bourges und entlang der Cher.


Freitag, 17. Juli 2026

Frankreich - Loire Tal IV

 

Wir verlassen unseren Ferienort Ancenis und erreichen nach guten 3 Stunden Maria’s Ort der Begierde: Château Villandry, errichtet als Festung im 12. Jahrhundert. Heute ausgestattet mit einer phänomenalen Gartenanlage aus der Renaissance. Für dieses Schloss mussten wir die Loire verlassen und dem Fluss Cher folgen. Unsere Unterkunft finden wir in der bezaubernden Freizeitanlage in Savonnières. Hier bekommen wir den einzigen Platz mit Blick auf die Cher, eine 2.5 Kilometer Wanderung vom Schloss Villandry entfernt.

Die Schloss Gartenanlage wirkt sehr beeindruckend und faszinierend. Neben all dem Ziergehölz arbeiten die 10 festangestellten Gärtner auch mit Gemüsepflanzen. Wir sehen rote und grüne Kopfsalate eingebettet in geometrische, exakte Formen und Umrandungen. Wir sehen Blaukohl und das tiefgrüne Kraut von Rüben. Alles ein Augenschmaus erster Güte!

Im Vorfeld haben uns direkt vor dem Schloss die 12 Anlegestellen für Touristen Cars Sorgen bereitet. Doch welch Wunder! - Heute keine Cars welche die bekannten, berühmten Pappnasen vor den Sehenswürdigkeiten ausleeren. Die meisten von ihnen wissen ja oft eh nicht, wo sie überhaupt sind und laufen wie Lemminge irgendwelchen farbigen Fähnchen hinterher. Wir hatten Glück!




Sandinseln in der Loire

Französisches Kalbsragout mit Pilzen

Château Villandry


Dame mit neuem, französischen Haarschnitt !
"French Cut"

prächtige Gartenanlage von Château Villandry


roter und grüner Kopfsalat als Zierpflanzen



in sich geschlossener Wasserkreislauf innerhalb der Schlossanlage

unsere Aussicht auf den Fluss Cher vom Camionette aus


Samstag, 11. Juli 2026

Frankreich - Bretagne II

 

Hudelwetter

Wir treffen in Quiboron, einer bretonischen, schlanken Landzunge ein. Sie reicht gute 14 Kilometer in den Atlantik. In der Mitte verjüngt sich diese auf knapp 100 Meter. Am äussersten Ende finden wir eine terrassenförmige Campsite. Doch nach zwei Tagen fliehen wir, dem garstig-rauen Wetter geschuldet. Einerseits erleben wir zwar hier eine beindruckende Kulisse - rollende, gischtspeiende und übergrosse Atlantikwellen welche auf die pittoreske Landschaft knallen und ein Sonne- Regen-Starkwind Gemisch welches eine Vorausschau zur eigenen Bekleidung verunmöglicht. Andererseits wollen wir aber noch ein paar geruhsame Ferientage geniessen. Wir fliehen ins Loire Tal nach Ancenis, wo wir einen idyllischen, sonnigen Platz in einem grossen Naturareal finden. Die Loire fliesst gemächlich direkt vor unseren Füssen vorbei. Sie hat noch knapp 100 Kilometer bis zur Einmündung ins Meer vor sich! Aber … wir staunen, je nach den Gezeiten fliesst sie vorwärts zum Atlantik oder …....siehe da ...... wieder zurück!

brodelnder Hexenkessel






Kompassrose mit Landkarte am äussersten Landzipfel von Quiboron.

Ancenis, ein idyllscher Platz zum einfach sein!

Hinter den Büschen fliesst direkt die Loire durch. Im vergangen Februar war dieser Platz gute 2 Meter hoch von der Loire überflutet.

Hinter den Büschen: Blick auf die Loire, diese kann hier, je nach Pegelstand die 4 bis 6-fache Breite entfalten! Aktuell haben wir Ebbe.

Burg von Ancenis, Errichtung durch Herzogin Aremburga in 943. Ihr Ehemann wie ihr Sohn waren die Herzöge der Bretagne.

Sonntag, 5. Juli 2026

Frankreich - Bretagne I

 


Wir umfahren die Bretagne im Gegenuhrzeiger-Sinn. Von Saint Malo nach Plougrescant, durch das Naturschutzgebiet und zu den nördlichen Austernbänken. Weiter zum westlichsten Punkt der Bretagne nach Trégastel und Ploumananc’h zu den berühmten, zerklüfteten, rosafarbenen Granitsteinen. Dann weiter nach der historischen Stadt Quimper zu den mittelalterlichen Fachwerkhäusern und der Kathedrale Saint Corentin.


Wanderungen im Naturschutzgebiet. Der Weg ist sehr gut eingesäumt, man darf ihn nicht verlassen sonst korrigieren dich die Ranger!

Austernbänke im Norden der Bretagne








Ploumananc’h Schloss Costaérès gehört dem Komiker Dieter Hallovorden Wie bereits erwähnt, Du bist NIEMAND wenn Du kein Schloss in Frankreich besitzt.

Ploumananc’h Leuchtturm




Ploumananc’h

Quimper

Kathedrale Saint Corentin



Kathedrale Saint Corentin