Freitag, 1. September 2017

Ungarn - Österreich - Donau

Schloss Gödöllö mit Schweizer "Sisi" in Ungarn


Die Stadt Budapest verabschiedet sich von uns am Sonntag mit einem Heidenspektakel in Form eines bombastischen Feuerwerks vor dem Parlamentsgebäude. Die ganze Innenstadt ist für den Verkehr gesperrt und der erste König von Ungarn, Stephan, wird gehörig gefeiert.

Es geht weiter nach Gödöllö zum Schloss Gödöllö. Es liegt nordöstlich von Budapest und war die bevorzugte Residenz der österreichischen-ungarischen Kaiserin Elisabeth ("Sisi"). Das Schloss wirkt übersichtlich, aufgeräumt und vor allem charmant. Ein Halt lohnt sich in jedem Falle.

Von hier brechen wir direkt zur langsam fliessenden Donau auf, wo wir ihrem Verlauf über Komarno und Györ bis nach Mosonmagyarovar folgen. Unterwegs übernachten wir auf dem Natura Camp des überaus freundlichen Ungarn Laslo. 8 Euro verlangt er für den idyllischen Platz inklusiv Strom und WLan. Am Abend bringt er uns zudem noch eine Flasche ungarischen Rotwein und zum Zmorge 4 frische Brötchen. Das war sein Begrüssungsgeschenk für das erste Mal bei ihm. Freundlichster Empfang aller Zeiten!

Wir erreichen Wien und verbringen mit Alexandra, Ingrid und Erich eine gute Zeit mit vielen Spritzern im Heurigen. Mit Alexandra und Erich haben wir gute 2 Monate in Afrika verbracht und zusammen die Massai Mara und Kenia bereist.

Am Wochenende treffen wir "zufälligerweise" auf weitere Buttwiler, welche die Donau mit Fahrrädern befahren. Je fortgeschrittener desto mehr e-Bikes, desto mehr Hotels und desto mehr Sherpas fahren das Gepäck nach.

Im Figlmüller stärken wir uns zuerst aber mit riesigen, tellerüberlappenden Wienerschnitzel, Kartoffelsalat und Burgenland-Weinen. So wie es sich in Wien gehört! Die Wampe spannt bereits nach dem halben Schnitzel.

Schloss Gödöllö, Residenz von Kaiserin Elisabeth "Sisi" in Ungarn


Fähre über die Donau

idyllisches Natura Camp von Laslo an der Donau

Stephans-Dom in Wien
(fotografiert aus der obersten Kuppel der Karls-Kirche in Wien)

opulente Malerei am Gewölbe der Karls-Kirche

Maria, Alexandra, Erich, Ingrid und Robert

Luegerkirche im Zentralfriedhof Wien

Heeresgeschichtliche Museum Wien


Riesenrad im Prater von Wien

Sonntag, 20. August 2017

Ungarn - Balatonsee - Budapest


Wir durchqueren den Nationalpark Örség und erreichen den Balatonsee. Es ist warm, die Temperaturen erreichen gute 34 Grad. Wir verbringen einige Tage am nördlichen Teil des Sees im Dörfchen Balatongyörök auf dem Carina Camp. Auf der Nordseite des Sees hat es viele Schilfgürtel und der Zugang zum See ist nicht immer gewährleistet. Auf der Südseite gibt es dafür viele Sandstrände. Hier haben wir auf dem Aranypart Camp, im Südosten, eine sehr schöne Bleibe gefunden. Der See ist nicht tief und erlaubt uns weit hinaus zu waten. Feinster Sand und keine Wellen.

Unser weiteres Ziel ist Budapest wo wir mitten in der Stadt auf dem Haller Camp unter einem stattlichen Ahornbaum einen schattigen Platz finden. Über das Wochenende finden viele Festivitäten zu Ehren des König Stephans statt. Wir flanieren durch die Innenstadt und geniessen die lauschigen Abende.



Balatonsee im Norden


Balatonsee im Südosten


Kettenbrücke in Budapest

Matthiaskirche in Budapest

Heldenplatz in Budapest

Festivitäten in Budapest für König Stephan


vor unserem Besuch
(ganzes Rind auf dem Grill)

nach einer knappen Stunde...

Parlamentsgebäude in Budapest

Was sind das?

Markthalle in Budapest

Marzipan soweit das Auge reicht
(Sättigung bereits nach 2 Stück)

König Matthias

Burgpalast in Budapest

Parlamentsgebäude in Budapest

Samstag, 12. August 2017

Österreich - Ungarn

Über München erreichen wir am zweiten Tag Graz, die Landeshauptstadt der Steiermark, und somit unsere Afrika Freunde Susanne und Karl. Ihr Wagen steht irgendwo in Südamerika und so stehen wir gut auf dessen Platz mitten in der Stadt. Wir haben eine gute Ausgangslage für unsere Überfälle in die Buschenschenken.  
 
Am Vortag überrascht uns aber noch nach Schladming am Abend ein heftiger Sturm mit sintflutartigem Regen. Die Bäche treten über die Ufer und Geröll kommt auf den Bergstrassen ins Tal.
 
Wir erreichen Ungarn über die Grenzstadt Sankt Gotthard und fahren in den ungarischen Nationalpark Örségi ein. Mitten im 440 km² grossen Park haben unsere Freunde Ingrid und Ewald in Kondorfa ein grösseres, alleinstehendes Landgut. Zwei grössere Hunde beäugen uns argwöhnisch am Eingangstor. Wir bleiben und die Hunde fressen uns nicht auf. Zwei Tage ist es heiss und die Luft atmet sich schwer. Am dritten Tag tobt ein heftiger Sturm durch den Park. Bereits nach einer ¼ Stunde fällt der Strom aus und die Ziegel auf den Gebäuden werden durchgewirbelt. Zwei grössere Bäume werden direkt neben dem Haupthaus entwurzelt. Am anderen Tag liegen im Umkreis von 20 Kilometer die Stromleitungen auf den Strassen. Das kümmert offensichtlich niemanden, wir haben am folgenden Tag auch niemanden an den Strommasten arbeiten sehen. Nur die Strasse! Ja, die Strasse muss frei sein! Strom gibt es vielleicht wieder in 10 Tagen…tja, wir sind in der EU und nicht in Afrika.


Schloss Eggenberg bei Graz
(Maria, Karl und Susanne)


Kultwagen von Strettweg, gefunden in der Steiermark
(6. Jh. vor Chr., Versicherungswert 50 Mio. Euro)

...Völlerei in den Buschenschenken gab es auch früher...

...so lebten die Ungarn früher...

Szalafö, Pityerszer
(historisches Dörfchen im Nationalpark Örségi)




Getreide- und Gemüsesorten von früher
(Ingrid und Maria)

Landgut in der Nähe von Kondorfa



Freitag, 1. Mai 2015

Marokko - Chefchouen

blau-weiss und Katzen : Chefchouen


Marokko – Chefchouen – Wir fahren von Meknes nördlich über leichte Hügel und erreichen eine Ebene vor dem Rif Gebirge. Auf dem ganzen Weg sehen wir geometrisch angelegte Oliven Haine. In der Toskana sind sie schon sehr genau ausgerichtet, aber hier in Marokko sind sie noch exakter angelegt. Die Luft riecht intensiv nach Olivenöl. Viele Olivenölbauern haben ihre Pressen an den Hauptstrassen errichtet. Auch wir halten und kaufen direkt von der Presse ausgezeichnet riechendes Olivenöl. Und dies zu marokkanischen Preisen!

Das Städtchen Chefchouen liegt an einem Berghang und ist vor allem wegen seinen malerischen Gassen und blau-weiss gekalkten Häusern bekannt. Um ehrlich zu sein, Chefchouen war bei den 68-iger Studenten vor allem wegen seiner Hanfpflanzen bekannt – und ist es heute noch! Fleissige Dealer versuchen ihre Ware an den Mann, respektive an die Frau zu bringen. Der Anbau, der Verkauf und der Konsum sind in Marokko strengstens verboten. Es drohen lange Haftstrafen. Aber hier in dieser Gegend drückt scheinbar der König beide Augen zu.

„Tu fume? – Haaa....sch!“
"Aha"
"Tu fume?"
„No! - Avez vous cognac?“
„Cognac….?“
„Oui, Cognac!“
„No“

Das war ein klassischer Kommunikations-Austausch zwischen diesen Dealern und Robert.

Chefchouen ist für uns so wie es ist, hübsch, charmant, entspannend, nett, blau-weiss und vor allem marokkanisch. Auf dem wunderschön über dem Städtchen gelegenen Camping-Platz lernen wir nette und unterhaltsame Menschen kennen. Ein Schweizer wird uns noch lange in Erinnerung bleiben: „Aber HALLO….?“

Wir übersetzen mit der Fähre der GNV von Tanger direkt nach Genua. Wir folgen dann einer lieben Einladung ins Piemont. Oberhalb von Cortemilia liegt das grosse und wunderschöne Anwesen von Vreni und Christian. Sehr ruhig gelegen mit herrlicher Aussicht in die Berge und in die Reben vom  Dolcetto d’Alba. Robert gefällt es hier ausgezeichnet, er liebt es von Weinreben umzingelt zu sein! Vreni und Christian haben ihr "kleines Paradies" in diesen piemontesischen Hügeln geschaffen.

Vielen Dank für „Speis und Trank!“ Der schöne Weinkeller wäre für viele Leute ein bevorzugter Aufenthaltsraum. Nur noch eine Salumeria könnte ihn noch toppen.

Die Fahrt nach Astano verläuft ohne Zwischenfälle und wir geniessen zwei Tage im Tessin bevor wir uns nach Hause wagen.

Diese 3 Monate in Marokko haben wir sehr genossen. Landschaftlich ist dieses Land von der Vielfalt her gesehen kaum zu überbieten. Wir reisten mit unserm Fahrzeug angenehm und ohne irgendwelche Unannehmlichkeiten. Die meisten Orte sind sehr gut zu erreichen. Im Atlas verlangen gewisse Routen ein Geländefahrzeug und im Süden sind die klassischen Off-Road Strecken auch nur mit 4x4 und hoher Bodenfreiheit zu meistern. Camping-Plätze hat es viele, aber in der Wüste standen wir praktisch immer frei. Die Menschen sind sehr angenehm im Umgang, wir hatten nie irgendwelche Probleme oder Dissonanzen. Im Gegenteil, oft haben sie ihre Hilfe angeboten oder uns gute Tipps für unbekanntere Streckenabschnitte gegeben. In den gebirgigen, armen Atlas-Regionen trifft man manchmal auf bettelnde Kinder oder Menschen, aber selten auf hartnäckig bettelnde. Falls man dann warme Kleidung abgeben kann sind sie glücklich und der Geber auch! Mit Vorteil hier was abgeben als die umfangreichen Administrationen der heutigen Spende-Organisationen zu finanzieren! Die marokkanische Polizei ist hilfsbereit und angenehm, wir freuten uns immer auf die Gespräche wenn sie uns überhaupt mal anhielten. Voraussetzung ist aber auch, dass man alle Papiere und Dokumente in Ordnung hat...!



Chefchouen















Ankunft in Genua

Anwesen von Vreni und Christian - Cortemilia, Piemont

www.pianopiano.ch


siehe: www.pianopiano.ch