Montag, 16. Februar 2015

West-Sahara - Atlantik-M'Siet-Assa



West-Sahara – Atlantik-M’Siet-Assa – Wir fahren auf der Küstenstrasse entlang des Atlantiks nach Tarfaya und bis kurz vor Laayoune. Das Wetter ist sehr windig, auch ist es uns zu kalt. Wir entschliessen uns Richtung Osten in die Wüste einzufahren. Wir erreichen M’Siet und sehen vor diesem Dorf an einem idyllischen See die ersten Flamingo-Schwärme. Sie haben sich in das wärmere Landesinnere zurückgezogen. Sie halten sich bei den von den schweren Regenfällen vom vergangenen Dezember 2014 gebildeten Seen auf. Wir geniessen die vorbeiziehenden, wechselnden Wüstenlandschaften.

Mit viel Mühe und viel Navigationshilfe  finden wir vor M’Siet die unscheinbare Piste nach Assa. Die 350 Kilometer lange Piste nach Zag ist momentan nicht gut zu befahren. Wir nehmen die nördliche von den beiden. Das Unwetter vom Dezember hat seine Spuren an diesen einfachsten Pisten hinterlassen. Nach 20 Kilometer erreichen wir einen frisch gebildeten und mehrere km² grossen See. Er versperrt uns den Weg und wir entscheiden uns links zwischen See und den Berghängen durchzufahren. Es haben sich tiefe Querrinnen gebildet und das Camionette muss bis 120 cm hohe Erd- und Steinwälle überfahren. Endlich erreichen wir das Ende des Sees, wir atmen erleichtert auf. Ein paar Kilometer weiter führt die von uns wieder gefundene Piste von der Senke weg steil einen Bergkamm hinauf. Geschiebe und Geröll machen die Bergpiste gefährlich rutschig. Die Schräglage vom Camionette drückt auf die Stimmung. Der Grossteil der Bergpiste ist weggerutscht.


Kurz vor dem Bergkamm sehen wir heute das erste Auto, das uns entgegen kommt. Es ist ein normaler Land Rover, der von dieser extrem schrägen Bergpiste seitlich weggeglitten ist. Ein Marokkaner mit zwei Frauen. Sie sind am Bergen des Fahrzeuges. Aufgrund des Unfalls musste in diesem Gelände auch ein Reifen gewechselt werden. Es ist bereits am Dämmern. Wir versuchen zu helfen da wir eh nicht vorbeikommen. Die Nerven vom Marokkaner liegen blank. Anstatt das Fahrzeug auf die Piste zurück zu bringen entscheidet er sich über Stock und Stein direkt in die Senke zu fahren. Ein gefährliches Unterfangen! Robert und seine beiden aufgeregten Frauen versuchen ihn davon abzubringen. Es nützt nichts. Er fährt los und beide Frauen rufen nach Allah und beten laut drauflos. Wir sind sprachlos aber er kommt mit viel Glück durch. Das Knallen und Krachen vom Aufschlagen seines Land Rover hören wir heute noch. Er erzählt uns später mit seinen Händen dass ein Weiterfahren für uns äusserst gefährlich ist! Nach dem Gesehenen glauben wir ihm. Er ist unser himmlischer Schutzengel der von Assa bis hierher durchgefahren ist um uns am Durchfahren dieser Scheisspiste abzubringen. Zwischenzeitlich ist es dunkel und wir übernachten im Auslauf der Senke. Am anderen Tag fahren wir vorsichtig zurück und umfahren die grauslige Route. 

Wir haben ja in der Wüstenstadt Assa mit unseren Österreichern, Susanne und Karl, abgemacht!




Auberge in der West-Sahara am Atlantik



Festung in Tarfaya

Militäranlage in Tarfaya


...jetzt geht es in die Sahara...

kurz vor M'Siet

Flamingo Schwärme


M'Siet - hinten geht die Bergpiste nach Zag

zwischen M'Siet und Assa

...aufstehen in der West-Sahara...

...und einfach geniessen...


...toll sieht's aus...


Vegetation in der Wüste sobald etwas Regen gekommen ist

Wüstenboden



marokkanischer Land Rover in Not

marokkanische Trio nach der Land Rover Bergung - sie können wieder lachen!

...verdammt nahe am See...

manchmal etwas abschüssig



Holzfeuerungsdusche in einer Oase
(Robert hat für Maria ordentlich eingefeuert)

Mittwoch, 11. Februar 2015

West-Sahara - TanTan-Plage

West – Sahara – TanTan-Plage – Ade charmantes, hübsches aber auch verschlafenes Dörfchen Sidi Ifni! Die Strasse nach Guelmine zeigt uns die Schäden des Unwetters nochmals auf. Aber die Bauarbeiter sind kräftig am Reparieren. Von Guelmine geht es über gute Asphaltstrassen Richtung Süden bis nach TanTan. Kurz vor der Stadt steht der bekannte und gefürchtete Polizei Road Block der unmissverständlich aufzeigt das die West-Sahara vor uns liegt. Passkontrolle und Fiche abgeben sowie Freundlichkeit ist angesagt. Die Touristenfalle mit verdecktem Stoppschild im Kreisel wurde aufgehoben. Das letzte Mal haben wir 70 Euro Strafe bezahlt! Fast jeder Durchreisende hat hier in der Vergangenheit einmal bezahlt. Kurz danach erreichen wir TanTan Plage am Atlantik. Am Strand entscheiden wir uns für den Ekinoks Campingplatz. Er ist im Aufbau und ein junger Marokkaner bemüht sich um europäische Standards auf dem Platz. Das angrenzende Dörfchen wirkt verschlafen doch der Strand ist gut. Dort finden wir auch ein Riad wo wir hervorragenden Café bekommen.


Nomade in der West-Sahara


Ade hübsches Sidi Ifni

zwischen Sidi Ifni und TanTan

mit kargem Land zufrieden

...unsere Einkaufläden haben sich verändert...

Eingang von Tan Tan

Camping Ekinoks



TanTan Plage

schönes Riad




Mittwoch, 4. Februar 2015

Marokko - Sidi Ifni

Marokko –  Sidi Ifni – Wie in 2012 können wir Agadir nicht vieles abgewinnen und fahren einfach durch nach Tiznit und am anderen Tag nach Aglou Plage. Von dort führt die Küstenstrasse am Atlantik nach Sidi Ifni. Das Unwetter und die schweren Regenfälle vom vergangenen Dezember haben grossen Schaden bei den Strassen, den Flussbetten und natürlich bei den Brücken angerichtet. In Sidi Ifni ist das Lido praktisch weg geschwemmt worden. „Unser“ alter Campingplatz „Sidi Ifni“ gleicht einer Schutthalde, wir wechseln zum „El Barco“ Campingplatz direkt unterhalb des Dörfchens. Die Aufräumarbeiten sind aber in vollem Gange. Die Leute lassen sich hier nicht kleinkriegen.

Da das Dörfchen zum wesentlichen Teil auf einem Hügel steht sieht es dort noch halbwegs gut aus. Sidi Ifni hat einen sehr speziellen Charme. Das Dorf hat eine kleine „City“ mit einer hübschen Ladenstrasse und feinen Café Häusern. Es gibt fast nichts Schöneres als auf einer der Veranden in der warmen Sonne zu sitzen, die Seele baumeln lassen und marokkanischen Café zu trinken! Am Samstag ist Wochenmarkt und wir können uns mit frischen Früchten und knackigem Gemüse eindecken. Hier bleiben wir ein paar Tage.



Königspalast in Sidi Ifni

Agadir


Küstenstrasse am Atlantik



Tiznit

...mitten unter Franzosen - Franzosen so weit das Auge reicht...

Franzosen....nehmen alles mit...bis und mit Brotback-Maschine...

kurz vor Sidi Ifni



Sidi Ifni mit weggespülter Strasse

Sidi Ifni


Aufbau Wochenmarkt





...mit grossem Hunger eingekauft... war fast zu gross für unseren Grill
(hat fantastisch geschmeckt!)

Donnerstag, 29. Januar 2015

Marokko - Essaouira

Marokko –  Essaouira – Von Marrakesch kommend erreichen wir Essaouira. Die Fischerei verliert zusehends an Bedeutung und der Tourismus wird enorm ausgebaut. Insbesondere an der Promenade Mohamed V wird arg gebaut. Doch das charmante Flair der hübschen Altstadt ist erhalten geblieben. Wir campen bei Sidi Magdoul im Süden der Stadt. Entlang der weiten Strandpromenade bummeln wir zur Medina zum Herumstöbern und Einkaufen. 

An den Fischständen am Hafen essen wir gut und günstig auf den aufgestellten Tischen und Bänken frisch gegrillten Fisch. Was in Marrakesch auf dem „Platz der Gehenkten“ die Garküchen sind, sind in Essaouira die Fischstände am Hafen. Das Ambiente und der Charme von Essaouira gefällt uns immer wieder. Wir halten uns hier sehr gerne auf.











600 Gramm eingelegte Oliven für einen Franken!