Mittwoch, 9. Oktober 2019

Montenegro



Sveti Stefan
Wir verlassen Dubronik, überqueren die südliche Landesgrenze von Kroatien und erreichen unser nächstes Balkanland Montenegro. Die anschliessende Umfahrung der von hohen Bergen eingerahmten Bucht von Kotor bietet uns ein einzigartiges Erlebnis. Die putzig adrette Insel Sveti Stefan wird passiert. Auf dem pittoresken Inselchen nehmen sie für eine Übernachtung flotte CHF 2000 für das Doppelzimmer. Wir übernachten deshalb in Bar, liegen am Strand, essen vorzüglich chicken-fingers mit Sesam im beliebten Strandrestaurant und geniessen entspannt den herrlichen Sonnenuntergang. Wir haben Oktober in Montenegro und es fühlt sich an wie ein lauer, warmer Augustabend bei uns. Seit Dubronik reisen wir mit dem netten, fränkischen Ärztepaar, Gisela und Franz-Joseph, durch dieses hübsche Land.

Die Kultur verändert sich langsam. Zaghaft zeigen sich zwischen den Dächern von Bar die ersten Minarette. Vereinzelt hören wir, zwar noch ein bisschen schüchtern, die ersten muslimischen Turmsänger. Zum Glück bringen sie noch nicht die Leistungsstärke ihrer persischen Kollegen. Aber nach Ulcinj zeigt sich der Balkan nun klar selbstbewusst und in voller Herrlichkeit.

Auch landschaftlich ändert sich einiges. Das strenge Küstengebirge, das ab Zadar immer unser Begleiter war, ist verschwunden. Eine fruchtbare Ebene macht sich entlang des Flusses Bojana breit und südlich davon erstrecken sich bereits die albanischen Alpen. Unterhalb von Ulcinj liegt der längste Sandstrand der gesamten Adria! Wir haben noch nie so feinen Sand gesehen, der dazu noch ganz dunkelgrau ist. Wir sind auf dem Camping Miami und geniessen die tolle Atmosphäre. Zwar überrascht uns nachts ein orkanartiger Sturm, den wir aber, nach einem heftigen Trinkgelage mit den beiden Franken  nicht derart bewusst wahrnehmen, als das wir uns hätten ängstigen können.

Die Wanderung über die Hügel rund um Ulcinj offenbart uns die naturbelassene Landschaft an diesem Küstenstreifen. Die Altstadt Ulcinj ist sehenswert und auch die Panoramasicht in die Bucht gefällt.


Wanderung nach Ulcinj
Ulcinj
Mizzi von Montenegro, frisst am liebsten Leberkäse

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen